Typ43

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BeitragVerfasst: 06 Mai 2018, 21:27 
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Abteilungsleiter
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Registriert: 13 Jan 2016, 22:01
Beiträge: 468
Hi,
ich versuche mir plausibel zu erklären, wie eigentlich die Bremse von allein zugehen kann. Das ist schon fast unheimlich. Da braucht es doch eigentlich eine Betätigungskraft, um die Kolben nach vorn zu schieben. Oder entwickelt etwa der hydraulische Bremskraftverstärker im 44er ein Eigenleben? Mysteriös! Und dann der Trick mit dem kalten Wasser ... Das klingt so schräg, dass es einfach wahr sein muss! Spielt vielleicht der BKV verrückt, wenn das Hydrauliköl heiß wird?

MfG Joerg


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BeitragVerfasst: 06 Mai 2018, 22:21 
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Meister
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Registriert: 31 Mär 2007, 23:31
Beiträge: 283
Wohnort: 55469 Simmern/74321 Bietigheim-Bissingen
Hallo,

wie bereits beschrieben habe ich damals den HBZ getauscht und alles war wieder einwandfrei. Und wie auch auf der von Peter verlinkten Seite beschrieben erlaubt der Wassertest diesbezüglich eine eindeutige Diagnose. Also war es der HBZ und nicht der BKV oder das Hydrauliköl oder sonst etwas.
Außerdem habe ich von den Manschetten als den (von mir vermuteten) Übeltätern gesprochen und nicht von den Kolben, nur dann macht es einen gewissen Sinn. Auch von Hitze im Motorraum als Ursache halte ich nichts, die entsteht nämlich vor und nach einem HBZ-Wechsel gleichermaßen.

Gruß Philip


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BeitragVerfasst: 23 Jul 2018, 22:51 
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Abteilungsleiter
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Registriert: 20 Dez 2006, 19:20
Beiträge: 453
Wohnort: Wien
Hallo,

am Samstag habe ich mit den Bremsen weitergemacht:

die linke Seite war etwas schwergängig, rechts war halbwegs frei. Ich habe dennnoch noch einmal das volle Programm gemacht:
- Bremsen komplett zerlegt, gereiningt und auf Freigängigkeit geprüft
- Neue Scheiben
- Neue Beläge
- Neue Schläuche

Ergebnis:
Ich bin jetzt 100 km gefahren; zwei Mal habe ich angehalten und den Wagen vorne hochgebockt. Beide Male waren beide Räder freigängig. Ich werde das noch weiter beobachten, nicht dass die Schwimmrahmen tatsächlich ausgenudelt sind und das Ganze sich wieder verkantet. Eigentlich ist mir nicht viel aufgefallen was falsch gewesen sein könnte. Einzig die dicke Haltefeder, die den Zylinder umgreift, habe ich nachgebogen, da sie mir zu unsymmetrisch schien. Auf diesem Foto sieht man das gut:

Bild

Das rechte Federende steht deutlich weiter ab. Ich hoffe, dass war ein Fehler und nicht "by design". Ich habe die Feder jetzt so gebogen, dass sie symmetrisch ist. Vielleicht kann das jemand bestätigen.

Abschließend kann ich sagen, dass die Räder immer noch recht heiß werden. Die Scheiben haben nach einer Stadtfahrt mit stop-and-go rund 90° in der Mitte. Da sie aber freigängig sind, wird das wohl so passen. Es sind halt keine innenbelüftete Scheiben. Das Problem war also vielleicht gar nicht so dringlich, wie von mir gedacht.

LG, Fritz.


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BeitragVerfasst: 22 Aug 2018, 19:02 
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Schüler
Schüler
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Registriert: 19 Aug 2018, 17:12
Beiträge: 10
Hi,

dass die Beläge die Scheibe leicht berühren ist völlig normal, wenn die Scheibe dabei allerdings warm oder wie beschrieben sogar heiß wird definitiv nicht!


Mögliche Ursache:


Restdruck im System. Dabei fällt oft eine "Selbstverstärkung" des Effektes auf. Nach dem letzten Bremsen bleibt ein leichter Druck in der Bremse bestehen und die Beläge lösen sich nicht ausreichend von der Scheibe (ohnehin nur im Bereich von Millimeterbruchteilen). Durch die Erwärmung der Bremse dehnt sich die Flüssigkeit im Radzylinder aus und bewirkt noch mehr Druck -> mehr Reibung -> mehr Wärme -> mehr Druck usw.


Grund dafür ist oft eine verstopfte Ausgleichsbohrung im Handzylinder. Diese Bohrung gibt in Ruhelage des Kolbens (Geber) eine Verbindung zwischen Bremsleitung und Ausgleichsbehälter frei. Auch die Ruhelage des Kolbens kann die Ursache sein, wenn diese nicht erreicht wird ist die Bohrung ebenfalls "zu" weil die Primärmanschette dann nicht weit genug zurückfahren kann.


Seltener aber auch schon erlebt: Schaden im Bremsschlauch. Durch Ablösung der inneren Gummilage im Schlauch kam es zu einem Effekt wie bei einem Rückschlagventil.


Prüfen (wie schon erwähnt wurde) durch Öffnen des Leitungsanschlusses am Handzylinder bzw. des Entlüfterventils, wenn dabei das Schleifen der Bremse nachläßt ist die Ursache schon gefunden. Wenn der Druck erst nach Lösen des Entlüfternippels nachläßt liegt das Problem im Schlauch.


Das nach dem Öffnen (und Wiederverschließen) des Systems der Bremsdruck geprüft und wenn nötig die Bremse sachgerecht entlüftet wird brauche ich hoffentlich nicht zu erwähnen...

_________________
Ich denke, also bin ich.


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BeitragVerfasst: 27 Aug 2018, 22:10 
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Abteilungsleiter
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Registriert: 20 Dez 2006, 19:20
Beiträge: 453
Wohnort: Wien
Hallo,

danke für Deine Antwort. In etwa so könnte es sein. Mir war die Sache im warsten Sine des Wortes zu heiß. Mein Hauptbremszylinder war daher jetzt zum Überholen bei Meister Pleintinger. Er hat mir gesagt, dass tatsächlich die Rücklaufbohrung eines Kreises verlegt war. Ich hoffe, jetzt passt dann Alles. Ich werde weiter berichten, sobald ich den Zylinder wieder eingebaut und ich erste Erfahrungswerte habe.

Als letzte Alternative würde ich Bremskolben vom 5-Zylinder einbauen, die waren wohl ab Modelljahr 82 auch beim 4-Zylinder mit 20er-HBZ verbaut. Es sollte also kein Problem sein diese zu verwenden und ich denke, dass die Rückstellung bei bolzengeführten Bremsen besser funktioniert als bei den alten Schwimmsätteln.

Exkurs, ich bin kein Techniker, das ist nur meine "Fantasiewelt" ;-) :
Die Konstruktion mit den "Sattel im Rahmen" braucht ja ein nicht unerhebliches Losbrechmoment damit sich der Sattel übehaupt bewegt. Von daher könnte es sein, dass die Bremsbacken (vor Allem, wenn es schon Verschleiß der Führungen gibt) systembedingt stärker anliegen, als bei mordernen Scheibenbremsen. Das die Konstruktion nicht optimal ist, zeigt für mich allein schon die Tatsache, dass man sich mit der partiellen Ausnehmung des Zylinders helfen musste, damit der Belag gleichmäßig greift und nicht aufläuft.

LG, Fritz.


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