Typ43

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BeitragVerfasst: 24 Jul 2017, 17:10 
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http://www.thetruthaboutcars.com/2017/07/junkyard-find-1976-audi-100-ls/

Aus Colorado, sieht eher rostverbrannt and rostzerfressen aus...

Irgendwie lese ich in jedem US-Artikel über den C1, dass das Fahrzeug in Sachen Komponentenauslegung (bei Vollaustattung) des öfteren an seine Grenzen gestossen ist. In jedem Fall, schade drum!

LG, RJ

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BeitragVerfasst: 24 Jul 2017, 19:23 
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Hmmm,
Colorado war in den 70ern eine Audi-Hochburg. Und in den 90ern habe ich dort etliche so am Schrott gsehen. In diesem Schokobraun-metallic kannte ich ein Auto in Alamogordo, New Mexico.

Zu dem "an die Grenzen" kann ich als Besitzer eines '75er 100 LS f.i. schon sagen, dass es zutrifft, und zwar konstruktiv gesehen: Mit Servopumpe, Klimakompressor und Rotationskompressor für die Nachverbrennung war der ehemals "Mittedruck"-Motorblock, der von MB für einen NATO-Jeep gedacht war, wirklich an die Grenzen dessen gekommen, was man so alles dranhängen konnte. Nicht aber leistungsmäßig. Denn gerade die niedrig verdichteten Einspritzer für den US-Markt mit 92, 95 oder 98 PS laufen butterweich und halten etliche 100.000 km. Ein Bekannter in Bellingham, WA hat es mit dem ersten Motor auf über 300.000 Meilen gebracht. Im Motorraum ist durch die Komfort-Anbauteile dann auch ein Platzproblem entstanden: K-Jetronic, Servo, Klima, Abgasrückführung, Cruise-Control, CDI-Zündung, Elektrolüfter - und schon herrscht eine Enge wie in einem modernen Auto, und das Wechseln des Unterbrecherkontakts ist kein 15 Minuten-Job mehr!

Wenn ich gerade drüben wäre, würde ich versuchen, das abgebildete Auto sicherzustellen! Es werden nicht mehr mehr! Colorglas hat er auch!

MfG Joerg


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BeitragVerfasst: 24 Jul 2017, 22:12 
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Hallo,

ja, das ist bitter, da steht er nun und kaum einer wird ein Teil brauchen, weil es praktisch keine mehr gibt. Schade, dass ich nicht gerade drüben bin, man könnte sich doch noch einige Teile sichern. Das bereits erwähnte Colorglas und alle US-spezifischen Teile: Stoßstangen, Sidemarker, A/C-Teile usw.

Verdammt, ich habe 1998 den letzten F104 auf einem Junk Yard in CA gesehen!

Gruß von Andreas

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Audi 100 Coupé S, F105, 1976, malachitmetallic
Audi 100 LS fuelinjection, F104, 1976, atlantikmetallic, USA-Export
Audi 200 5T, Typ 43, 1981, meteormetallic, Italien-Export
Audi 5000 S fuelinjection, Typ 43, 1983, gobimetallic, USA-Export
Audi quattro, Typ 85, 1985, tizianrotmetallic, USA-Export
Porsche 944 S2 Targa, 1991, zyklamperleffekt


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BeitragVerfasst: 25 Jul 2017, 08:19 
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Ja im Ganzen würde der in meinen Augen sogar noch mehr Sinn machen: Im Falle von Stoff-Ausstattung gab es ja nur für USA die mit Kunstleder bezogenen oberen Lehnenränder - da, wo die deutschen Sitze und Rückbänke am Zerfasern sind. Und so Nettigkeiten wie die Anschnallwarnung, abschließbares Handschuhfach oder aber den Seitenaufprallschutz in den Türen - der den schönen satten Klang beim Schleißen verursacht - das hat schon was. Abgesehen davon gibt es beim Einspritzer kein Geruckel oder Gezuckel wie bei ausgeschlagenen Vergasern möglich.

Ich kenne in CA noch gerade zwei C1, die von sehr engagierten Besitzern in Schuß gehalten werden, und am Schrott habe auch ich dort schon lange keinen mehr gesehen. Lag sicher auch an diversen Cash for Clunkers Aktionen zum Ausrotten alter Autos. In eher ablegenen Ecken in Nevada oder wie hier in Colorado gibt es sicher noch das eine oder andere Schätzchen zu entdecken.

MfG Joerg


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BeitragVerfasst: 25 Jul 2017, 17:23 
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Hallo,

wenn ich so die ganzen Kommentare dort lese oder im Allgemeinen etwas über den Audi 100 LS aus USA, scheint der ja dort einen absolut miesen Ruf zu geniesen.
Zu Recht?

Viele Grüsse

Andreas


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BeitragVerfasst: 25 Jul 2017, 19:04 
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Beiträge: 1386
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Vielleicht im Vergleich zum Nachfolger? Unser Typ 43 wurde im Gegensatz zum F104 von Anfang an als weltweit einsetzbare Fahrzeugfamilie mit großer Variationsbreite konzipiert. So Ludwig Kraus 1969 in der "Automobiltechnischen Zeitschrift ATZ", nachzulesen in dem wunderbaren Buch "Audi 100" ... 8)

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Viele Grüße - Michael

"Im Auto wird nicht gegessen!" Mein Vater, ca. 1972

Audi 200 5E (437.212), 03/82, Meteor-met.
Lancia Beta (828.CB0), 04/78, Rosso York
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BeitragVerfasst: 25 Jul 2017, 21:04 
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Registriert: 13 Jan 2016, 22:01
Beiträge: 314
Ja,
den eher durchwachsenen Ruf muss man vor dem historischen Hintergrund sehen. Die ersten 1971er 100 LS USA hatten, um den Abgasvorschriften Genüge zu tun, eine mehr als seltsame Vergaserauslegung, Kühlwasser- und Thermostatplatzierung und die bekannt bockige Automatik der frühen Jahre. Das Ganze noch gepaart mit Klimaanlage und oft auch Cruise Control (Sears Perfect Circle). Und dann sollten Autoschlosser, die fette Buicks mit Trommelbremsen und Starrachsen oder auch VW-Käfer gewohnt waren, mit innenliegenden Scheibenbremsen, vorderer Einzelradaufhängung (ich sage nur Kegelrollenlager vorn einstellen!) und noch mehr deutscher Feinwerkskunst zurecht kommen?
Dass das häufig schief gehen musste, ist klar. Und genauso die ersten Einspritzer Modelljahr 75. Wer hat sich damals mit der K-Jetronic ausgekannt? Kein Mensch so richtig, erst recht nicht in den USA. Damals waren Carter-Vierfachvergaser oder Holleys dort angesagt, wo man bei WOT einen Golfball durchwerfen konnte.
Die Audi 100 c1 Besitzer, die ich seit den 90ern kennen lernen durfte, sind oder waren allesamt technikbegeisterte Leute oder Ingenieure, die sich mit der Materie gern beschäftigt haben. Und ich kenne auch zwei oder drei Werkstätten, deren Chefs mir ihren Zugang zum Audi erklärt haben. "Nichts für Grobmotoriker oder Ignoranten" als Zusammenfassung. Noch dazu kamen Werkstatthandbücher zweifelhafter Qualität, wo Dinge unterschlagen worden waren, oder einfach falsch von Bayerisch nach US-Englisch übersetzt waren. No wonder!

MfG Joerg


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BeitragVerfasst: 25 Jul 2017, 22:56 
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Registriert: 29 Dez 2006, 11:15
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Wohnort: 74177 Bad Friedrichshall
Hallo,

tatsächlich war der Ruf des Audi 100 F104 in den USA durchwachsen. Deshalb pochte Audi of America damals bei dem Modellwechsel zum Typ 43 auch auf einen Namenswechsel: Audi 5000.

Ingenieure und Lehrer waren damals typische Kunden, sicherlich auch mit einer gewissen Bescheidenheit. Ein Buick war schon ein "Boat" im Vergleich zum zierlichen Audi 100, das musste man als Kunde schon wollen.

Das Thema mag ich. Ich habe mich als Jugendlicher schon immer gefreut, wenn durch Frankfurt ein amerikanischer Soldat mit seinem Big-Bumper-F104 durch die Stadt gefahren ist. Überhaupt die Amerikaner: die haben Frankfurt so richtig cool gemacht, Geld ausgegeben, die Musikszene geprägt. Den legendären Jazzkeller gibt es heute noch und ich bin gerne Gast dort. Die Soldatenwohnungen gibt es nicht mehr, vor wenigen Jahren abgerissen. Neubauwohnungen für 400.000 Euro und mehr stehen da jetzt. Früher standen dort noch vor den Wohnungen Audi 100 LS, Audi 5000 und 4000, VW Dasher, BMW 5er, Opel (Buick) Manta ... alle mit Sidemarker und Big Bumper. Die Soldaten haben die Autos für Ihre Dollar fast geschenkt bekommen. War eine coole Zeit!

Gruß von Andreas

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