Mein Beta hatte 2017 eine Verkaufspolitur über intakter, aber ungepflegter Basis, die schon im zweiten Sommer ausblich und ermattete. Dazu war das Blech mit unzähligen Dellen, einigen Kratzern und vielen Steinschlägen übersät. Letztere waren glücklicherweise überwiegend ausgetupft oder, besser gesagt, aufgetupft: Mit Lack wurde nicht gespart! Das Ausbessern der Kratzer und noch offenen Steinschläge sowie Ausschleifen der Lackfehler übernahm ich selbst. Hier ein Triptychon einer hinteren Türkante:
Das Herausdrücken der Dellen übergab ich einem Profi, der vor allem den linken Rand der großflächig verhauenen Motorhaube, die man beim Fahren immer im Blick hat, wieder "eingeebnet" hat. Die tiefste Delle, wie mit einem Kantholz eingedrückt, fand sich am vorderen Rand der Motorhaube, wo das Blech schon relativ stark gewölbt ist:
Das war auch die einzige Delle, bei deren Rückdrückung der Lack abplatzte, aber das Blech war wieder in Form. Hier erahnt man die ursprüngliche Verwerfung noch durch das verzerrte Spiegelbild der beiden Leuchtstoffröhren:
...nun ein harmonischer Bogen:
Den Lackschaden musste ich dann auffüllen, schleifen:
...und polieren:
Ich habe alle Türgriffe demontiert, um zum einen die umliegenden Flächen besser bearbeiten zu können und zum anderen eine der gerissenen Dichtungen reparieren zu können:
Dass ich dazu auch die Türinnenseiten erreichen musste, ließ mich einige fehlende Clips der Türpappen entdecken, die ich durch passende Neuteile für ein anderes Fabrikat ersetzte. Erfreulich war der trockene und rostfreie, wenn auch sehr staubige Zustand des Blechs, selbst im unteren Falz:
Nach einer gründlichen Reinigung gönnte ich den Hohlräumen eine Schicht Karosseriewachs. Beeindruckend war wieder die Konstruktions- und Fertigungsqualität der Türgriffe inklusive der gesamten Mechanik. Allerdings waren einige M5-Muttern so innig mit den Stehbolzen verrostet, dass ich letztere ersetzen musste:
Dass CROMODORA auch Zinkdruckguss beherrscht, beweisen diese 300 Gramm eines hinteren Türgriffs ohne Schließzylinder:
Die Wasserfolie besteht nicht einfach aus einem Stück: Warum einfach, wenn's auch kompliztiert geht? Beim Lancia Beta gibt es dafür fünf unterschiedliche Folienstücke, die potentiell ablaufendes Wasser von der Verkleidung weg ins Türinnere leiten, wofür in den Blechöffnungen Schlitze angebracht sind, durch die man die Folien steckt:
